Was ist drin?

 

“Kein Greenwashing im Inhaltsstoff-Djungel”

 
 

Nicht alle Kosmetikprodukte, die wir kaufen können, sind für uns unbedenklich. Über die letzten hunderte von Jahren wurden seit Beginn der Industrialisierung immer mehr Möglichkeiten gesucht, Produkte günstiger herzustellen, um mehr Gewinn zu erwirtschaften. Das dies auf Kosten der Gesundheit der Menschen gehen kann, scheint dabei egal. Der Konsument solle doch bitte selbst in der Lage sein, zu bestimmen was gesund für ihn ist oder nicht. Dabei wird uns dieses Wissen nicht in die Wiege gelegt und oft auch nicht von den Eltern mitgegeben, da auch sie nicht über ungesunde Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten Bescheid wissen.

Damit du in der Lage bist selbst zu bestimmen, ob ein Produkt für dich und deinen Körper gesund ist oder eher nicht, habe ich hier die wichtigsten (Schad-)Stoffe zusammengetragen. Ich erkläre dir woraus sie bestehen, warum sie von vielen Kosmetikherstellern so gern verwendet werden, warum du sie lieber nicht benutzen solltest und welche Alternativen du stattdessen hast. 

Schädliche Inhaltsstoffe im Überblick

 

OHNE IST IMMER BESSER

Silikone
Parabene
Sulfate
Mineralöle
Phthalate
Mikroplastik
Alkohole

Und hier eine Einschätzung zu einzelnen Inhaltsstoffen, auf eure Anfrage:

Hydroxyacetophenone

ein naturidentischer (= synthetischer aber theoretisch in der Natur vorkommender) Stoff
warum es verwendet wird: wirkt hautberuhigend, antioxidativ und konservierend in wässrigen Kosmetikprodukten ohne zu den Konservierungsmitteln zu gehören (z.B. in Tuchmasken, Augenmasken/-pads)
warum es nicht verwendet werden sollte: Prinzipiell spricht nichts gegen eine Verwendung, da Hydroxyacetophenone nicht hautreizend wirken. Wer allerdings nur natürliche Stoffe in Kosmetika benutzen möchte oder die Benutzung von synthetischen Stoffen in Kosmetika verringern möchte, für den ist dieser Inhaltsstoff nicht geeignet.
Alternativen: Es gibt immer noch sehr gute natürliche Konservierungsmittel für wässrige Kosmetikprodukte wie z.B. Leucidal (Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate) und Dermosoft® 1388 eco (Sodium Levulinate, Sodium Anisate).

Levulinic Acid (Einsatz als Sodium Levulinate)

ein natürlicher Stoff (Lävulinsäure) gewonnen aus Zuckerrohr oder Mais
warum es verwendet wird: wirkt konservierend und ist Naturkosmetik geeignet (in Dermosoft® 1388 eco entspricht es dem COSMOS und Natrue Standard)
warum es nicht verwendet werden sollte: Es spricht nichts gegen einen Einsatz von Sodium Levulinate, da es sogar für empfindliche Haut geeignet ist.

Distarch Phosphate

naturnaher Stoff (natürlicher Ursprung aber weiterverarbeitet), der mit einer chemischen Reaktion aus natürlicher Stärke (z.B. aus Mais) und Phosphorchloriden gewonnen wird
warum es verwendet wird: Texturmittel in Cremes und Make-Up, mattierend, bindet Wasser schneller und stärker als normale Stärke
warum es nicht verwendet werden sollte: Prinzipiell spricht nichts gegen eine Verwendung, da Distarch Phosphate nicht hautreizend wirken. Wer allerdings nur natürliche Stoffe in Kosmetika benutzen möchte oder die Benutzung von weiterverarbeiteten Stoffen in Kosmetika verringern möchte, für den ist dieser Inhaltsstoff nicht geeignet.
Alternativen: normale Stärke (INCI: starch)

Coco-Caprylate

naturnaher Stoff (natürlicher Ursprung aber weiterverarbeitet), der aus einer Veresterung von Fettalkoholen in Kokosöl mit Caprylsäure und Caprinsäure gewonnen wird
warum es verwendet wird: Ersatz für synthetische Silikone in Naturkosmetik für Haut- und Haarprodukte, leichtes Hautgefühl ohne zu fetten, schnelle Verteilbarkeit auf der Haut
warum es nicht verwendet werden sollte: Prinzipiell spricht nichts gegen eine Verwendung, wenn es nicht ganz oben auf der INCI-Liste steht, da dieser Inhaltsstoff günstiger als natürliche Öle (wie Kokosöl, Mandelöl, …) ist und auch gerne als Füllstoff verwendet wird. Coco-Caprylate ist nicht schädlich für die Haut aber verliert durch die chemische Reaktion den Großteil der guten Inhaltsstoffe des natürlichen Kokosöls. Somit tut es am Ende nicht so viel für die Haut und Haare wie natürliches Kokosöl. In kleineren Mengen ist die Verwendung vertretbar, um die Benutzerfreundlichkeit von Naturkosmetikprodukten zu höhen (nicht fettendes Hautgefühl in Cremes, gutes Auswaschen bei Haarprodukten).
Wer allerdings nur natürliche Stoffe in Kosmetika benutzen möchte oder die Benutzung von weiterverarbeiteten Stoffen in Kosmetika verringern möchte, für den ist dieser Inhaltsstoff nicht geeignet.
Alternativen: natürliches Kokosöl, pflanzliches Silikon aus Meeresalgen (Rotalgen und Lithothamne Algen)

Woran erkenne ich unbedenkliche Kosmetikprodukte?

Unbedenkliche Kosmetikprodukte erkennst du meistens an diesen drei Kriterien:

  1. wenige Inhaltsstoffe

  2. keine der oben genannten schädlichen Stoffe ist enthalten

  3. keine/kaum wie aus der Chemiestunde klingende Inhaltsstoffe

Idealerweise ist eine doppelte Inhaltsangabe aufgedruckt (INCI-Liste und Liste mit deutscher Übersetzung der Begriffe), um das Produkt so transparent wie möglich zu machen.

Schaue bei Ungewissheit in Apps nach (z.B. mit der CodeCheck APP, einfach den Barcode einscannen) oder schlage Inhaltsstoffe im Internet nach.

Einen ausführlicheren Beitrag zu unbedenklichen Inhaltsstoffen in Kosmetika findest du hier.

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